Wie entwickelt sich der Life Science Standort Mittelhessen?

Der VDI Mittelhessen und das Regionalmanagement Mittelhessen laden am 20. März 2025 auf die High-Tech Messe W3+ Fair in Wetzlar ein. Diskutieren Sie mit, über die Bedeutung der Schlüsselbranche Life Science für den Standort.

Das vollständige Programm und Anmeldung finden Sie hier.

Healthcare-Storys
Die Wirtschaftsdelegation des Lahn-Dill-Kreises konnte beim Unternehmensbesuch die Firma MedTec und deren Therapiemethode MBST kennenlernen. Von links: Kim Marie Stahl (Kreis-Wirtschaftsförderung), Niklas Kraft-Schwiebs (stellvertretender Geschäftsstellenleiter der Geschäftsstelle Mittelhessen der Handwerkskammer Wiesbaden), Marija Schultheis (Bereichsleiterin der Agentur für Arbeit Limburg-Weilburg), Manfred Wagner (Oberbürgermeister Stadt Wetzlar), Wolfgang Schuster, Dietmar Persch (Hauptgeschäftsführer der IHK Lahn-Dill), Jagadish Paudel, Rainer Dietrich (Stabsstellenleitung Wirtschaftsförderung, Stadt Wetzlar), Prof. Dr. Harald Danne, Dr. Charles Mamisch. Foto: Lahn-Dill-Kreis/Marie-Therese Koch
Die Wirtschaftsdelegation des Lahn-Dill-Kreises, angeführt von Landrat Wolfgang Schuster und Kreis-Wirtschaftsdezernent Prof. Dr. Harald Danne, besuchte kürzlich die MedTec Medizintechnik GmbH in Wetzlar, um sich über eine bahnbrechende Innovation im Bereich der Medizintechnik zu informieren.
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Ein Forscherteam der Philipps-Universität Marburg unter der Leitung von Prof. Dr. Elke Pogge von Strandmann hat einen bislang unbekannten Mechanismus entdeckt, der das Wachstum von Bauchspeicheldrüsenkrebs beschleunigt.
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Wissenschaftsminister Timon Gremmels überreicht die LOEWE-Urkunden an Dr. Dr. Hans-Georg Zaunick, Prof. Dr. Boris Keil, Prof Dr. Matthias Willems und Prof. Dr. Susanne Knake und das Team.
Am 29. August 2024 fand das Auftaktsymposium des LOEWE-Schwerpunkts ADMIT (Advanced Medical Physics in Imaging and Therapy) auf Schloss Rauischholzhausen statt.
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Am letzten Tag des Februars eines Jahres findet traditionell der Rare Disease Day statt. Ein wichtiger Anlass, um mit Dr. Niklas Schier, dem Geschäftsführer und Standortleiter von CSL Behring in Marburg, zu sprechen. In der neuen Ausgabe des Podcasts „Healthcare Pioneers“ gibt Dr. Lars Groenke. Geschäftsführer von CSL Innovation in
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Am letzten Tag des Februars eines Jahres findet traditionell der Rare Disease Day statt. Ein wichtiger Anlass, um mit Dr. Niklas Schier, dem Geschäftsführer und Standortleiter von CSL Behring in Marburg, zu sprechen. Dr. Schier hat eine beeindruckende 20-jährige Karriere in der pharmazeutischen Industrie hinter sich, wovon er die vergangenen
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Daniel Soric von Deep LS berichtet uns, wo das Startup aktuell steht und welche Entwicklungen sie seit ihrer Gründung durchgemacht haben. Das Startup aus Limburg hilft forschenden Pharmaunternehmen, ihren Drug Discovery Prozess signifikant zu beschleunigen und arbeitet dafür mit einer KI. Wie es zu der Idee gekommen ist, hat er
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Medizintechnische Innovation aus Wetzlar könnte Gesundheitswesen entlasten

Die Wirtschaftsdelegation des Lahn-Dill-Kreises konnte beim Unternehmensbesuch die Firma MedTec und deren Therapiemethode MBST kennenlernen. Von links: Kim Marie Stahl (Kreis-Wirtschaftsförderung), Niklas Kraft-Schwiebs (stellvertretender Geschäftsstellenleiter der Geschäftsstelle Mittelhessen der Handwerkskammer Wiesbaden), Marija Schultheis (Bereichsleiterin der Agentur für Arbeit Limburg-Weilburg), Manfred Wagner (Oberbürgermeister Stadt Wetzlar), Wolfgang Schuster, Dietmar Persch (Hauptgeschäftsführer der IHK Lahn-Dill), Jagadish Paudel, Rainer Dietrich (Stabsstellenleitung Wirtschaftsförderung, Stadt Wetzlar), Prof. Dr. Harald Danne, Dr. Charles Mamisch. Foto: Lahn-Dill-Kreis/Marie-Therese Koch

Die Wirtschaftsdelegation des Lahn-Dill-Kreises, angeführt von Landrat Wolfgang Schuster und Kreis-Wirtschaftsdezernent Prof. Dr. Harald Danne, besuchte kürzlich die MedTec Medizintechnik GmbH in Wetzlar, um sich über eine bahnbrechende Innovation im Bereich der Medizintechnik zu informieren. Das Unternehmen hat mit der MBST Kernspinresonanz-Therapie eine weltweit einzigartige Behandlungsmethode entwickelt, die auf einer therapeutischen Weiterentwicklung der Kernspintechnologie basiert.

Rückenschmerzen, Knieprobleme, Sportverletzungen, Arthrose oder Osteoporose betreffen viele Menschen im Laufe ihres Lebens. Die MBST-Therapie bietet eine nicht-invasive Behandlungsmöglichkeit für diese Beschwerden. „Mit Hilfe von Elektromagneten und Radiowellen werden bei der MBST-Therapie verschiedene Stoffwechselprozesse angeregt, die die Regeneration von Körperzellen fördern“, erklärte Jagadish Paudel, Prokurist bei MedTec, während des Besuchs. Die Therapie kann unter anderem die Knochendichte bei Osteoporose erhöhen und die Heilung von Muskelverletzungen beschleunigen.

Die Wirtschaftsdelegation des Lahn-Dill-Kreises konnte beim Unternehmensbesuch die Firma MedTec und deren Therapiemethode MBST kennenlernen. Von links: Kim Marie Stahl (Kreis-Wirtschaftsförderung), Niklas Kraft-Schwiebs (stellvertretender Geschäftsstellenleiter der Geschäftsstelle Mittelhessen der Handwerkskammer Wiesbaden), Marija Schultheis (Bereichsleiterin der Agentur für Arbeit Limburg-Weilburg), Manfred Wagner (Oberbürgermeister Stadt Wetzlar), Wolfgang Schuster, Dietmar Persch (Hauptgeschäftsführer der IHK Lahn-Dill), Jagadish Paudel, Rainer Dietrich (Stabsstellenleitung Wirtschaftsförderung, Stadt Wetzlar), Prof. Dr. Harald Danne, Dr. Charles Mamisch. Foto: Lahn-Dill-Kreis/Marie-Therese Koch
Die Wirtschaftsdelegation des Lahn-Dill-Kreises besuchte die MedTec GmbH und deren MBST-Therapiemethode. Foto: Lahn-Dill-Kreis/Marie-Therese Koch.

Die Behandlung erfolgt durch Fachärzte, orthopädische Praxen oder Physiotherapeuten, die speziell entwickelte Geräte von MedTec einsetzen. Diese Geräte können durch sogenannte Therapiekarten gesteuert werden, die über 30 Programme für verschiedene Gewebearten und Körperregionen enthalten.

„Unsere Therapiegeräte und -methoden sind weltweit patentiert. Aktuell sind wir in 23 Ländern vertreten und in Deutschland bieten rund 180 Praxen die MBST-Therapie an“, berichtete Dr. Charles Mamisch, Geschäftsführer von MedTec. Er betonte, dass die Methode nicht nur zur Heilung, sondern auch präventiv eingesetzt werden kann.

Landrat Wolfgang Schuster sieht in der MBST-Therapie großes Potenzial: „Wenn dadurch Operationen vermieden werden können, wäre das eine bedeutende Entlastung für das deutsche Gesundheitssystem.“ Auch Prof. Dr. Harald Danne lobte die Innovation und hob hervor, dass sie nicht nur den Patienten, sondern auch Ärzten und Therapeuten zugutekommen könne.

Die MBST-Therapie von MedTec könnte somit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der medizinischen Versorgung und zur Entlastung der Gesundheitssysteme leisten.

Neue Studie: Extrazelluläre Vesikel fördern Fortschreiten von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Ein Forscherteam der Philipps-Universität Marburg unter der Leitung von Prof. Dr. Elke Pogge von Strandmann hat einen bislang unbekannten Mechanismus entdeckt, der das Wachstum von Bauchspeicheldrüsenkrebs beschleunigt. Die Studie zeigt, dass bestimmte Immunzellen, sogenannte Mastzellen, durch Extrazelluläre Vesikel (EV) – winzige Partikel, die von Tumorzellen abgesondert werden – aktiviert werden. Diese Zellen wandern in das Tumorgewebe ein, fördern das Tumorwachstum und unterdrücken gleichzeitig das Immunsystem, das den Krebs bekämpfen könnte.

Quelle: Shutterstock

Die Forscher stellten fest, dass dieser Prozess bei Patientinnen und Patienten auftritt, denen ein Protein namens BAG6 fehlt, welches normalerweise die Eigenschaften der Vesikel beeinflusst. Mastzellen, die durch diese Vesikel aktiviert werden, setzen Faktoren frei, die das Tumorwachstum weiter fördern.

Da bereits Medikamente zur Hemmung von Mastzellen existieren, könnte diese Entdeckung rasch zu neuen Therapien führen. Bauchspeicheldrüsenkrebs zählt zu den tödlichsten Krebsarten, und weniger als 10 Prozent der Betroffenen überleben länger als fünf Jahre. Laut Prof. Pogge von Strandmann eröffnet diese Forschung neue Wege für die Behandlung dieser aggressiven Krankheit.

Die Forschung wurde im Rahmen des Graduiertenkollegs 2573 „The inflammatory tumor secretome – from understanding to novel therapies“ durchgeführt und könnte die klinische Versorgung von Krebspatienten verbessern.

Mit medizinischer Physik gegen Krebs und Parkinson: ADMIT-Symposium gestartet

Wissenschaftsminister Timon Gremmels überreicht die LOEWE-Urkunden an Dr. Dr. Hans-Georg Zaunick, Prof. Dr. Boris Keil, Prof Dr. Matthias Willems und Prof. Dr. Susanne Knake und das Team.

Am 29. August 2024 fand das Auftaktsymposium des LOEWE-Schwerpunkts ADMIT (Advanced Medical Physics in Imaging and Therapy) auf Schloss Rauischholzhausen statt. Unter der Leitung der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der THM, der Philipps-Universität Marburg und der Justus-Liebig-Universität Gießen an neuen medizinphysikalischen Ansätzen zur Bekämpfung von Krebs und neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson.

Im Rahmen des Symposiums übergab Hessens Wissenschaftsminister Timon Gremmels die LOEWE-Urkunden an die beteiligten Forschenden und betonte die „einmalige Chance, das Leben vieler Menschen zu verbessern“. Das ADMIT-Projekt ist Teil der 16. Förderstaffel des hessischen LOEWE-Programms (Landes-Offensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz) und wird von Januar 2024 bis Dezember 2027 mit 4,8 Millionen Euro gefördert.

Wissenschaftsminister Timon Gremmels überreicht die LOEWE-Urkunden an Dr. Dr. Hans-Georg Zaunick, Prof. Dr. Boris Keil, Prof Dr. Matthias Willems und Prof. Dr. Susanne Knake und das Team.
Wissenschaftsminister Timon Gremmels überreicht die LOEWE-Urkunden / Quelle: THM

Besondere Schwerpunkte des Projekts sind die Früherkennung und verbesserte Therapie von Krebs- und Nervenerkrankungen mithilfe neuer bildgebender und computergestützter Verfahren. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Fachleuten aus Radiologie, Onkologie und Neurologie soll zu patientenfreundlicheren und effektiveren Therapien führen. Auch internationale Kooperationen mit renommierten Universitäten wie Harvard, Yale und der University of Pennsylvania sowie führenden Unternehmen der Medizintechnik unterstützen die Forschung.

Das ADMIT-Projekt zeichnet sich dadurch aus, dass erstmals eine Hochschule für angewandte Wissenschaften, die THM, die wissenschaftliche Leitung eines LOEWE-Schwerpunkts übernommen hat. Wissenschaftsminister Gremmels lobte dies als herausragende Leistung.

Das Symposium bot den Forschenden zudem Gelegenheit zum intensiven Austausch über die fünf Teilbereiche des Projekts. Die Keynote hielt Prof. Dr. Joao Seco vom Deutschen Krebsforschungszentrum.

Wie kann ein Startup-Ökosystem im Healthcare-Bereich aufgebaut werden? Dr. Lars Groenke im Podcast

In der neuen Ausgabe des Podcasts „Healthcare Pioneers“ gibt Dr. Lars Groenke. Geschäftsführer von CSL Innovation in Marburg Einblicke, wie das Unternehmen sich in der Region engagiert und Kooperationen mit Hochschulen sowie Startups eingeht. Das alles vor der großen Frage, wie treibt man eigentlich Innovation?

Dr. Lars Groenke, Geschäftsführer von CSL Innovation in Marburg

Für CSL Innovation sind externe Partnerschaften und die Einbindung von Hochschulen, Unternehmen, Startups und regionalen Akteuren wesentlich, um ein innovationsförderndes Umfeld zu schaffen. Das Ziel ist es laut Groenke, ein vielfältiges Ökosystem für Innovationen und Technologien in der Gesundheitsbranche in Mittelhessen zu schaffen, wovon auch CSL Innovation profitieren wird.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist es für Groenke wichtig, dass CSL offene Innovationsansätze ermöglicht und enge Zusammenarbeiten eingeht. Die Auswahl und Förderung von vielversprechenden Arbeitsgruppen an Universitäten sowie die Unterstützung von Startups, insbesondere im Laborbereich, sind Teil des Engagements von CSL. Dies trägt dazu bei, die Attraktivität der Region zu steigern und dadurch Talente und Ideen aus verschiedenen Bereichen zu halten und anzuziehen.

Was sich Dr. Lars Groenke für die Entwicklung wünscht und wo CSL Innovation mit ihren Aktivitäten zurzeit stehen, erfahrt ihr im Podcast.

Rare Disease Day 2024 und wie CSL Behring von Marburg aus hilft

Am letzten Tag des Februars eines Jahres findet traditionell der Rare Disease Day statt. Ein wichtiger Anlass, um mit Dr. Niklas Schier, dem Geschäftsführer und Standortleiter von CSL Behring in Marburg, zu sprechen.

Dr. Niklas Schier, Geschäftsführer und Standortleiter von CSL Behring in Marburg

Dr. Schier hat eine beeindruckende 20-jährige Karriere in der pharmazeutischen Industrie hinter sich, wovon er die vergangenen vier Jahre bei CSL Behring verbracht hat. Seit Anfang 2024 leitet er die Produktion in Marburg.

Die Relevanz von seltenen Krankheiten für die Patienten ist nicht zu unterschätzen. Obwohl diese Krankheiten als „selten“ betrachtet werden, gibt es weltweit über 7.000 solcher Erkrankungen, von denen etwa 350 Millionen Menschen betroffen sind. Bei der Entwicklung von Therapien und Medikamenten für diese Krankheiten spielt CSL Behring eine bedeutende Rolle, was dazu beiträgt, das Leben vieler Patienten zu verbessern und zu retten.

Anzahl der "Seltenen Erkrankungen" weltweit
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Anzahl der betroffenen Menschen in Mio.
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Blutplasma ist dabei der zentrale Rohstoff in der Medikamentenproduktion bei CSL Behring. Das Plasma, welches durch Spenden gewonnen wird, bildet das Ausgangsmaterial für die Gewinnung von Proteinen, um daraus angepasste Wirkstoffe herzustellen zu können. Die Produktion erfolgt in Marburg und die Medikamente werden von dort aus in über 100 Länder weltweit versandt.

Wie CSL Behring am Standort Marburg arbeitet und was sich Dr. Niklas Schier für die Entwicklung wünscht, erfahrt ihr im Podcast.

Mit KI neue Wirkstoffe finden

Daniel Soric von Deep LS berichtet uns, wo das Startup aktuell steht und welche Entwicklungen sie seit ihrer Gründung durchgemacht haben. Das Startup aus Limburg hilft forschenden Pharmaunternehmen, ihren Drug Discovery Prozess signifikant zu beschleunigen und arbeitet dafür mit einer KI. Wie es zu der Idee gekommen ist, hat er uns erzählt.

Gerd Altmann Pixabay

Wo steht ihr momentan? Was beschäftigt euch?

Aktuell verfolgen wir drei Schwerpunkte. Zunächst setzen wir Pilotprojekte mit unseren Partnern um. Neben ersten Umsätzen erhalten wir darüber wertvolle Referenzen, die uns Türen für Folgeprojekte und neue Kundenbeziehungen öffnen werden. Der zweite Punkt ist unsere Finanzierungsrunde, an der wir gerade arbeiten. Und zu guter Letzt gibt es auch an unserem Produkt noch Dinge zu tun, an denen wir arbeiten, um es ständig zu verbessern.

Um das zu erreichen, haben unser Team gerade um weitere zwei Mitglieder erweitert. Wir freuen uns riesig, die beiden Kollegen jetzt an Bord zu haben.

Wie ist die Idee für euer Startup entstanden und wie hat es sich seit der Gründung entwickelt?

Schon während meines Studiums habe ich mir Geld mit einem Internet-Startup hinzuverdient. Danach habe ich zunächst in der Unternehmensberatung und dann in größeren HighTech Unternehmen gearbeitet. In den letzten Jahren habe ich für das Life Science Unternehmen Sartorius gearbeitet und aus diesem Kontext heraus ist auch die Geschäftsidee entstanden. Meinen Mitgründer Felix Kamieth kenne ich schon seit vielen Jahren, er wurde nach der Uni zunächst Wissenschaftler hatte eine Karriere als Data Scientist gemacht und dazu auch an der FOM Universität gelehrt.

In der Pharmaforschung fristeten KI basierte Methoden lange ein Nischendasein. Mit unserem Produkt „GeneSys“ wollten wir das ändern. Neueste Innovationen in diesem Bereich, z.B. „Alphafold“ von Google haben gezeigt, dass wir einen ganz guten Riecher dafür hatten. Mit „GeneSys“ nutzen wir neueste generative KI (bspw. das sog. „Latent Diffusion“), um neue Moleküle zu designen. Im letzten Jahr – direkt nach unserer Gründung – haben wir viel gelernt. Wir haben Anlauf genommen und schafften es uns erfolgreich zu einigen Akzeleratoren zu bewerben (z.B. ELSA von Life Science Factory, Helmholtz und Fraunhofer), deren Programme wir in der zweiten Jahreshälfte absolviert hatten. Damit haben wir ein wertvolles Handwerkszeug erlernt, aber auch unser Netzwerk erweitert. Das hat sich für uns dieses Jahr insoweit ausgezahlt, dass wir im ersten Halbjahr 2023 erste Erfolge feiern konnten: bspw. die Aufnahme in den Business Inkubator der Europäischen Raumfahrtagentur ESA und das Startup-Stipendium push! des Landes Hessen. Auch beim Boehringer Ingelheim Innovationspreis haben wir es bis ins Finale geschafft. Im Sommer folgten dann Vereinbarungen mit Kunden und Partnern über konkrete Projekte.

Welche Rolle hat das Regionalmanagement Mittelhessen in eurer Entwicklung gespielt?

Mittelhessen ist für uns Heimat. Hier sind Felix und ich aufgewachsen und zur Schule gegangen. Und wir haben uns bewußt für Limburg als Gründungsstandort entschieden. Mit dem Regionalmanagement Mittelhessen standen wir frühzeitig direkt nach unserer Gründung im Austausch. Die Kollegen standen uns mit Tipps und mit der Vermittlung von Kontakten immer zur Seite.

Welche konkreten Unterstützungsleistungen oder Ressourcen benötigt ihr momentan, oder habt ihr benötigt. Was wünscht ihr euch?

Wie alle Startups haben wir zwei Herausforderungen: Finanzierung und Kunden. Wir erhoffen uns weitere Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln und eine erfolgreiche erste Investorenrunde. Darüber hinaus möchten wir unser Netzwerk mit potenziellen Kunden und Partnern im Bereich Computational Chemistry erweitern und weitere Projekte Akquirieren.

Wie blickt ihr in die Zukunft?

Im Großen und Ganzen ganz positiv. Wir sind auf dem guten Weg unser Produkt mit seinen Alleinstellungsmerkmalen erfolgreich am Markt zu positionieren. Die Idee kam zur rechten Zeit und das Thema generative KI ist in aller Munde. Wir haben einen gut gefüllten Backlog mit vielen weiteren spannenden innovativen Ideen. Gleichzeitig werden im jetzigen Zinsumfeld Finanzierungsrunden schwieriger abzuschließen.