Gefriertrocknungsanlage in horizontaler Bauform für die Herstellung pharmazeutischer Arzneimittel (Foto: HOF Sonderanlagenbau GmbH).

Pioniere der Gefriertrocknung: Die HOF Sonderanlagenbau GmbH

Impfstoffe, Antibiotika, Hormone und Proteine legen einen langen Weg zurück, von der Herstellung bis zum Patienten. Mittels Gefriertrocknung gut verpackt, behalten beispielsweise Medikamente dabei ihre volle Wirksamkeit. Die Firma HOF Sonderanlagenbau GmbH entwickelt und installiert Gefriertrocknungsanlagen in der ganzen Welt – und bietet für jede neue Entwicklungen in der Pharmaindustrie die passende Lösung.

Gefriertrocknungsanlage in horizontaler Bauform für die Herstellung pharmazeutischer Arzneimittel (Foto: HOF Sonderanlagenbau GmbH).
Gefriertrocknungsanlage in horizontaler Bauform für die Herstellung pharmazeutischer Arzneimittel (Foto: HOF Sonderanlagenbau GmbH).

Schon die Inkas nutzen die Gefriertrocknung: Bei niedrigem Luftdruck und steigenden Temperaturen verwandelten sie in den Höhenlagen der Anden Eis direkt zu Wasserdampf. Was damals auf natürlichem Weg stattfand, erzeugen Ingenieure heute ganz gezielt in modernen Gefriertrocknungsanlagen. Damit konservieren sie empfindliche Produkte wie Impfstoffe oder Medikamente. Mittels Stickstoff oder Kältetechnik friert man die jeweilige Substanz ein. Anschließend wird ihr im Vakuum das Wasser entzogen. So werden Impfstoffe, Antibiotika oder Hormone jahrelang haltbar und sind auf Abruf verfügbar.

Medikamente konservieren – Patienten weltweit versorgen

Für die Pharmaindustrie ist die Gefriertrocknung unverzichtbar: etwa 45 Prozent aller pharmazeutischen Produkte werden so konserviert. „Die Gefriertrocknung ermöglicht es, sensible pharmazeutische Produkte über eine längere Logistikkette hinweg und über Apothekennetzwerke zu vertreiben und in Kliniken einzusetzen,“ erklärt Dr. Alexander Hof, Mitglied der Geschäftsführung der HOF Sonderanlagenbau GmbH – einem der führenden Anbieter von Gefriertrocknungsanlagen für die Pharmaindustrie. Um die lange Haltbarkeit und Wirksamkeit zu gewährleisten, wird jeder Schritt des Gefriertrocknungsprozesses elektronisch erfasst. „Die Temperatursensoren und Automatisierungskonzepte unserer Anlagen ermöglichen eine hohe Traceability und sammeln Informationen wie Prozessberichte und Temperaturverläufe,“ sagt Hof. Die gesammelten Daten werden in ein übergeordnetes System übertragen.

Die eigens entwickelte Software von HOF macht die Prozess-Steuerung der Anlagen besonders bedienerfreundlich. Betreiber der Anlagen haben so jederzeit alle Funktionen und Parameter im Überblick und können Unregelmäßigkeiten sofort identifizieren. Zu den HOF-Anlagen gehört auch ein Visualisierungssystem zum Erstellen von produktspezifischen Temperaturprofilen, Anlagenvisualisierungen und chargenorientierter Dokumentation von Prozessverläufen.

Alexander Hof, Mitglied der Geschäftsführung der HOF Sonderanlagenbau GmbH
Alexander Hof
Mitglied der Geschäftsführung der HOF Sonderanlagenbau GmbH

Sicher verpacktes Blut auf Abruf

Das Unternehmen entwickelt unteren anderem auch Anlagen um Blut- und Blutplasmakonserven einzufrieren. Auch dabei ist Rückverfolgbarkeit unabdingbar – und die Produktionsbedingungen sind exakt vorgeschrieben: So muss etwa die Kerntemperatur eines Beutels nach 45 Minuten Kühlzeit -30°C betragen. Auch in diesem Bereich ist das Unternehmen Marktführer: „In Deutschland werden fast 100 Prozent aller Blutspenden beim Deutschen Roten Kreuz mit Einfriergeräten von HOF Sonderanlagenbau haltbar gemacht,“ sagt Alexander Hof. Dabei hat jeder Produktbeutel zu jeder Zeit die gleichen Einfrierbedingungen und am Ende die gleiche Form. So lässt sich auf der planen Oberfläche des Plasma-Beutels, beispielweise ein Barcode maschinell lesen. Und auch „die zuverlässige Dokumentation von Temperatur und Zeit ist dabei selbstverständlich für uns.“ Auch die Energieeffizienz seiner Anlagen hat der Experte für Gefriertrocknungs-Technologie im Blick: „Unsere Einfriergeräte arbeiten energiesparend mit indirekter Kühlung und verbrauchen zum Beispiel im Stillstand keine Energie.“

Pioniere der Gefriertrocknung

Als Grundlage der heutigen Gefriertrocknungstechnologie gilt die Erfindung der mechanischen Vakuumpumpe 1649 durch Otto von Guericke. Über 200 Jahre später, im Jahr 1890, setzte Richard Altmann sie erstmals an der Universität Leipzig zur Trocknung und Konservierung histologischer Präparate ein. 1909 wurde dann von L. F. Shackell erstmals die Vakuumgefriertrocknung von Blutprodukten beschrieben.

Qualität und Service rund um den Globus

Aber jede neue Entwicklung der Pharmaindustrie stellt auch eine Herausforderung für die Ingenieure dar. Denn Wirkstoffe sind meist teuer in der Herstellung und oftmals hochaktiv. Das richtige Handling erfordert deshalb umfassendes Know-How, denn: „Fehlerhafte Behälter oder Anlagenstörungen können zu Produktionsausfällen führen und damit hohe Kosten und sogar Gesundheitsrisiken verursachen“, erklärt Hof. Aber er und seine Gefriertrocknungs-Experten aus Mittelhessen finden immer die passende Lösung: „Der Trend geht aktuell zu kleineren Anlagen. Die verringerte Aufstellfläche minimiert beispielsweise den Schaden bei Produktionsausfällen.“ Außerdem lassen sich so auch kleinere Medikamentenchargen sehr kosteneffizient produzieren, so dass man Medikamente optimal an individuelle Zielgruppen anpassen kann. Kontakt zu seinen Kunden – national und international – hält ein flexibles Serviceteam, das die HOF-Systeme und deren Anwender betreut: „Wir konzipieren die Systeme, transportieren sie, bauen sie auf und nehmen sie in Betrieb“, erklärt Hof. Seine Mitarbeiter sind 24 Stunden erreichbar und im Notfall sofort einsatzbereit – weltweit für Gefriertrocknungs-Technologie „Made in Mittelhessen“.

Firmenporträt

HOF Sonderanlagenbau GmbH

Die HOF Sonderanlagenbau GmbH ist mit der Erfahrung von mehr als 30 Jahren der führende Spezialist in der Herstellung von individuellen Gefriertrocknungsanlagen, Be- und Entladesystemen sowie Einfrier- und Auftaugeräten für die pharmazeutische und biotechnologische Industrie. Am Unternehmensstandort in Lohra, in der Nähe von Marburg, arbeiten rund 270 Mitarbeiter auf dem eigenen Produktionsareal von rund 13.500 m².

Schreibe einen Kommentar